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LOPEC 2015 zeigt: Die gedruckte Elektronik ist in unserem Alltag angekommen

9. März 2015

Schlussbericht

Nach drei Veranstaltungstagen ging die LOPEC, Internationale Fachmesse und Kongress für gedruckte Elektronik, mit einem erneuten Besucheranstieg erfolgreich zu Ende: Über 2.300 Besucher aus 42 Ländern kamen von 3. bis 5. März ins ICM – Internationale Congress Center nach München. Das bedeutet ein Wachstum von gut zehn Prozent. Zahlreiche Anwendungen aus den Bereichen Automotive, Smart Packaging oder Wearables zeigten deutlich, wie weit der Einsatz von gedruckter Elektronik bereits fortgeschritten ist.

Dr. Stephan Kirchmeyer, Vorsitzender der OE-A (Organic and Printed Electronics Association) und Head of Marketing bei Heraeus brachte es auf den Punkt: ‚‚Ab sofort können wir über konkrete Geschäfte sprechen. Die Branche hat einen weiteren Schritt von der Forschung über die einzelnen Anwendungen hin zu einer eigenen Industrie vollzogen.‘‘ Die zahlreichen Produkte auf der Fachmesse, wie beispielsweise OLED-TV, interaktive Verpackungen und gedruckte Sitzheizungen für Autos haben das verdeutlicht.

Die LOPEC deckt die komplette Wertschöpfungskette der gedruckten Elektronik ab. Von Forschung über Materialhersteller und Produktionsverfahren bis hin zu Produkten wurde auf der Fachmesse alles gezeigt. Wolfgang Mildner, General Chair LOPEC und Inhaber von MSW, hebt besonders die Vielfalt der Exponate hervor: ‚‚Wir haben so viele Produkte wie noch nie zuvor auf dieser Messe gesehen.‘‘ Neben der Branche Automotive waren Smart Packaging und Wearables ein wichtiges Thema. Mit einer intelligenten Tablettenpackung oder einem T-Shirt, das den Herzschlag misst, wurden bereits Anwendungen auf der Messe vorgestellt. Mildner dazu: ‚‚Wearables ist ein Thema, das uns in Zukunft noch intensiv begleiten wird.‘‘

Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München GmbH, zieht ebenfalls ein positives Messefazit: ‚‚Wieviel Bewegung in der Branche ist, spiegelt sich in den kontinuierlich gestiegenen Besucherzahlen wider. Ein klares Indiz, dass wir mit dem Veranstaltungskonzept der LOPEC genau richtig liegen.‘‘

Von den über 2.300 Besuchern kamen über 50 Prozent aus dem Ausland. Die Top Besucher-Länder neben Deutschland waren Großbritannien, Japan, die USA, die Niederlande und Frankreich gefolgt von Korea. Senger ist hinsichtlich der Internationalität überzeugt, ‚‚dass die LOPEC wieder einmal bewiesen hat, dass sie die weltweit wichtigste Plattform für gedruckte Elektronik ist‘‘. Zwei Drittel der Teilnehmer sind der Meinung, dass die Bedeutung der LOPEC in den nächsten zwölf Monaten sogar noch weiter zunehmen wird.

Eine unabhängige Umfrage des Forschungsinstituts forschungplus ergab, dass 95 Prozent der Teilnehmer auch die Internationalität der Aussteller mit ausgezeichnet bis gut beurteilt haben. Erstmals waren Unternehmen aus Israel, Kanada und Litauen vertreten. Auch Länderbeteiligungen aus Frankreich und Japan sowie eine starke Teilnahme aus den USA bestätigen die Bedeutung der LOPEC für die weltweite Branche der gedruckten Elektronik.

Im Kongress wurden 199 Präsentationen gehalten. Kai Hohmann, Principal Technical Expert Automotive Displays, Continental Automotive GmbH, stellte in seinem Vortrag klar: ‚‚Gedruckte Elektronik hat mit Touchsensoren bereits Einzug in das KFZ gehalten. Durch Verfügbarkeit neuer OLED Display Folien werden gebogene Display-Anwendungen erst möglich. Der Einsatz transparenter Touchscreens ist dann nur noch eine Frage der Zeit.‘‘

Neben den hochkarätigen Vorträgen ist es vor allem der rege interdisziplinäre Austausch, der für den Wissenstransfer maßgeblich ist. Nur durch eine enge internationale Zusammenarbeit können die Erfahrungswerte aus unterschiedlichen Märkten und Technologien zur Entwicklung von immer mehr konkreten Anwendungen führen. Es wurden Materialinnovationen ebenso diskutiert, wie Einsatzmöglichkeiten bei Consumer Electronics, Beleuchtung oder Healthcare und Strategien zur Produktreife.

Auf der Demo Line wurden auf einer kompletten Fertigungslinie visitenkartengroße Elektrolumineszenz-Folien produziert. 16 Unternehmen zeigten an laufenden Maschinen den gesamten Herstellungsprozess von gedruckter Elektronik. Thomas Kolbusch, LOPEC Exhibition Chair und Vice President der Coatema Coating Machinery GmbH betont: ‚‚Das gibt es auf keiner anderen Messe zu sehen!‘‘

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Neben Einführungsveranstaltungen gab es erstmals branchenspezifische Messerundgänge zu den Themenbereichen Smart Packaging und Automotive. Im Innovation Showcase wurden zahlreiche Exponate präsentiert, wie gebogene Displays von Continental, ein flexibles OLED Smartphone von LG, eine OLED-Autorückleuchte von OSRAM, leuchtende Buchschuber oder eine interaktive Lederjacke. Der erste Roundtable zum Thema ‚‚Possibilities, challenges and market potential for organic and printed electronics in Europe‘‘ stieß ebenfalls auf großes Interesse.

Die nächste LOPEC findet von 5. bis 7. April 2016 im ICM in München statt. Hochauflösendes Bildmaterial der LOPEC 2015 ist in der Mediendatenbank erhältlich.

  • OLED Rückleuchte von Osram im Innovation Showcase

  • Plenary Session Prof. Takao Someya von der University of Tokyo

  • Innovation Showcase LOPEC 2015

  • Innovation Showcase, SmartBand von Plastic Logic