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Rekord-BAU: Über 250.000 Besucher!

24.01.2015

Schlussbericht


• auch international top: 72.000 Besucher aus dem Ausland

• Top-Bewertung für Internationalität der Besucher

• 65.000 Besucher aus Architektur- und Planungsbüros

• begeisterte Aussteller: „Resonanz überwältigend“


Die BAU, Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, hat in ihrer 50jährigen Geschichte erstmals die Schallmauer von 250.000 Besuchern durchbrochen. Zu der schon seit langer Zeit völlig ausgebuchten Fachmesse kamen an sechs Messetagen 251.200 Besucher, das sind über 16.000 mehr als 2013. Es kamen zwar auch mehr Besucher aus Deutschland, der deutliche Zuwachs ist aber den internationalen Gästen zu verdanken. Rund 72.000 Besucher kamen aus dem Ausland, das entspricht einem Plus von 20 Prozent. Auch als „Architektenmesse“ wurde die BAU ihrem Ruf wieder absolut gerecht. Etwa 65.000 Besucher kamen aus Architektur- und Planungsbüros, auch das bedeutet gegenüber 2013 noch einmal ein Plus.

Für Messe-Geschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer hat die BAU die Erwartungen der Aussteller und Besucher deutlich übertroffen: „Die BAU hat sich mit den neuen Rekordzahlen jetzt auch eindeutig als Leitmesse außerhalb der EU herauskristallisiert. Das zeigt sich an dem starken Besucherzuwachs aus Ländern wie der Türkei, China oder Saudi-Arabien.“ Auch aus Sicht von Dieter Schäfer, Vorsitzender des Ausstellerbeirats der BAU und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Steinzeug Cremer & Breuer AG, hat die BAU „eindrucksvoll bewiesen, dass sie den Titel Weltleitmesse zurecht trägt. Qualität und Internationalität der Besucher haben weiter zugenommen.“

China (2.083 Besucher / 2013: 1.091 Besucher) und Südkorea (912 / 2013: 525) gehörten zu den Ländern mit den stärksten Anstiegen. China hat sich damit fest in den Top-Ten-Besucherländern der BAU etabliert, ebenso wie Russland (2.474 / 2013: 2.920). Auch aus Nahost, insbesondere aus Saudi-Arabien (477 / 2013: 280) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (423 / 2013: 200) kamen erheblich mehr Besucher als 2013. Nicht zu vergessen: Die Türkei. Mit 3.694 Besuchern (2013: 2.402) liegt sie hinter Italien auf Platz vier der Besucher stärksten Länder.

Traditionell starke EU-Länder wie Österreich (11.923), Belgien (1.330), die Niederlande (1.450), Slowenien (2.362), Polen (2.578), die Tschechische Republik (2.381) und Großbritannien (1.536) legten ebenfalls noch einmal deutlich zu.

Die BAU ist unverzichtbar, alle wollen dabei sein. Diesen Eindruck gewann jeder, der sich seinen Weg durch die 17 Messehallen bahnte. Allgemeiner Tenor der Aussteller: Die Hallen waren vom ersten Tag an voll. Die BAU zeigte nachdrücklich, wofür sie bekannt ist und worauf sich ihr Ruf gründet: Randvolle Messehallen, spektakuläre Standbauten, professionelle Gespräche an den Messeständen und vor allem: Besucher aus der ganzen Welt. Eine Herausforderung auch für die 2015 Aussteller aus 42 Ländern. Sie waren gut gerüstet und scheuten wieder keinen Aufwand, um sich an den sechs Messetagen vor dem Fachpublikum in Szene zu setzen. An vielen Ständen wurde das Standpersonal am frühen Morgen auf den zu erwartenden Kundenansturm eingeschworen. Auch wenn die BAU 2015 von ihren Ausstellern vollen Einsatz forderte: Angesichts immer neuer Rekordzahlen bei den Kontaktdaten war die Laune an den Messeständen blendend.

Die Aussteller, obgleich verwöhnt von vergangenen Veranstaltungen, zeigten sich beeindruckt von dem anhaltenden Besucherstrom. Viele berichteten von zweistelligen Zuwächsen bei den Kontakten. „Jeder Tag war ein Best-Of, besser als bei allen bisherigen Veranstaltungen“, erklärte Martin Möllmann, Direktor bei Dyckerhoff. Ähnlich äußerte sich Michael Wiessner, Vorstand Vertrieb und Marketing von Saint-Gobain Isover: „Positiv überrascht sind wir von der hohen Besucherfrequenz vom ersten Messetag an. Wir hoffen, möglichst viel von der Euphorie, die wir auf der diesjährigen BAU gespürt haben, ins Tagesgeschäft mitnehmen zu können.“ Auch Bernard Gualdi, Leiter Unternehmenskommunikation bei Braas, berichtete von einem „großen Besucherandrang gleich am ersten Tag.“

Die noch einmal gestiegene Internationalität der BAU spiegelt sich nicht nur in Zahlen, sondern auch im Feedback vieler Aussteller wider. Dorma-Chef Thomas Wagner: „Die Resonanz war in jeder Hinsicht überwältigend. Knapp 50 Prozent unserer Gäste am Stand kamen aus dem Ausland. Bereits nach dem vierten Messetag konnten wir knapp zehn Prozent mehr Messekontakte verbuchen als 2013. Für uns war die BAU ein absoluter Erfolg.“ Für Thomas Lauritzen von Schüco ist die BAU „für die Baubranche mittlerweile das, was die IAA für die Automobilindustrie ist. Die internationale Ausrichtung der BAU ist einzigartig.“ Schwer beeindruckt zeigten sich auch viele internationale Aussteller, vor allem die Unternehmen aus China. „Positiv überrascht waren wir von der Gesprächsqualität und dass es direkt zu Vertragsabschlüssen kam“, berichtete beispielsweise Scott Lee, Marketing Direktor Guangdong Fenglu Aluminium: „Wir werden definitiv 2017 wieder teilnehmen und auch in China für die BAU werben.“

Dass die BAU international noch einmal dazu gewonnen hat, geht auch aus der vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest durchgeführten Ausstellerbefragung hervor. 90 Prozent der Aussteller, sieben Prozent mehr als vor zwei Jahren, bewerteten die Internationalität der Besucher mit „ausgezeichnet bis gut“. Auch die Besucherfrequenz wurde von den Ausstellern noch besser gesehen als 2013. Bei der Gesamtbewertung der BAU gibt es kaum noch Luft nach oben. Sie wird von fast allen Ausstellern (97 Prozent) mit “ausgezeichnet bis gut“ beurteilt. Interessant: Die neuen Öffnungszeiten wurden sehr positiv bewertet. 85 Prozent sind damit zufrieden. Vor zwei Jahren, als die BAU noch eine halbe Stunde später, nämlich um 18:30 Uhr schloss, lag dieser Wert noch bei 52 Prozent. Keine Änderungen gab es bei der Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Situation. 81 Prozent der Aussteller, exakt so viele wie vor zwei Jahren, sehen sie positiv.

Die Befragung der Besucher blieb stabil auf sehr hohem Niveau. Auch hier gilt: Steigerungen sind kaum möglich. 98 Prozent der Besucher bewerteten die BAU mit „ausgezeichnet bis gut“, 97 Prozent wollen in zwei Jahren wieder kommen. Bestnoten vergaben die Besucher insbesondere für die Breite und Vollständigkeit des Angebots sowie für die Präsenz der Marktführer. Hier ist die Zufriedenheit, wie bei fast allen Kategorien, nahe 100 Prozent. Das wichtigste Ziel, die Information über Neuheiten, haben 93 Prozent der Besucher erreicht, beim zweitwichtigsten, der Weiterbildung und Fachwissenserweiterung, hatten 94 Prozent Erfolg. Fast alle Besucher, genau 96 Prozent, sind Fachbesucher. Knapp zwei Drittel haben eigenen Angaben zufolge eine leitende Position inne.

Ein Grund für die Faszination BAU war auch diesmal wieder das Aufgebot an Stararchitekten, beispielsweise am Mittwoch im Forum C2: Nacheinander sprachen dort Wolf D. Prix (COOP Himmelbau, Wien), Kenneth A. Lewis (Skidmore, Owings and Merill LLP, New York) Christoph Ingenhoven (ingenhoven architects, Düsseldorf) und Alfredo Brillembourg (Urban-Think-Tank, Zürich). Top-Referenten, gratis, authentisch, hautnah zum Anfassen mitten im Messetrubel – das gibt es so eben nur auf der BAU. Selbst die ganz Großen der Architektenzunft wollen die „Architektenmesse“ BAU nicht mehr missen. Wie sehr die BAU als Messe für Architekten und Ingenieure wahrgenommen wird, zeigt auch der Ingenieuretag, der erstmals über 1.000 Anmeldungen registrierte. „Die BAU hat zwar traditionell mehr die Architekten im Blick, aber hier treten auch viele Bauingenieure auf“, erklärte Heinrich Schroeter, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.

Setzt die BAU schon bei den namhaften Ausstellern und deren Standpräsentationen Maßstäbe, so gilt das erst recht für das Rahmenprogramm. Die drei Messeforen erwiesen sich erneut als absoluter Publikumsrenner. Mitten in den Hallen (C2, C4 und B0) platziert, konnte man dort quasi im Vorbeigehen – und kostenlos! - die großen Themen der Branche „mitnehmen“, erläutert von unabhängigen Fachleuten aus Architektur, Forschung und Industrie. „Stadtleben 2030“, „Building Information Modeling“ (BIM) und „Hochhäuser“ hießen u.a. die Thementage im Forum C2. Das Forum A4 präsentierte sich bunt und vielfältig. Der Themenreigen reichte von Holzbau und flexiblen Materialien bis hin zur Zukunft im Bestand und Strategien zum Klimawandel. Im Forum B0 lag der Schwerpunkt auf praktischen Lösungen zur Sanierung und Modernisierung von Gebäuden, außerdem fand dort der Tag der Immobilienwirtschaft und der Hochschultag statt.

Begleitend zu den Präsentationen der Aussteller wurden die Leitthemen der BAU 2015 (Intelligent Urbanization – Energie- und Ressourceneffizienz – Mensch und Gebäude) in mehreren Sonderschauen thematisiert und veranschaulicht - aus verschiedenen Blickwinkeln und unter unterschiedlichen Aspekten. Die BAU arbeitete dabei mit renommierten Partnern zusammen: Mit der Fraunhofer-Allianz Bau, der DGNB Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, dem ift Rosenheim sowie der GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik ®.

Das eine große Thema gab es diesmal auf der BAU nicht. Im Vordergrund standen Produkt- und Systemlösungen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz, Umwelt und Ressourcen schonende Materialien und Technologien sowie im Bereich BAU IT das Top-Thema „Building Information Modeling“ (BIM). Abseits technologisch-funktionaler Themen ging es vor allem darum, wie man das Wohnen, Leben und Arbeiten in der Stadt der Zukunft gestaltet. Auch Wohnkomfort war ein Thema.

Eröffnet wurde die BAU 2015 von Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Als Umwelt- und Bauministerin betrachte sie es als ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, „dass die Wohnkosten bezahlbar bleiben und gleichzeitig der erforderliche Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird“, erklärte die Ministerin, die sich viel Zeit für einen Messerundgang nahm und anschließend die BMUB-Konferenz unter dem Titel „Sparst Du noch oder baust Du schon“ eröffnete. Nie zuvor war die politische Prominenz so stark auf der BAU vertreten. Neben der Bauministerin besuchten die BAU: Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Helmut Brunner, bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Ein Glanzlicht im Rahmen der BAU war erneut die Lange Nacht der Architektur. Gut 30.000 Besucher wollten am Freitagabend 50 Gebäude, architektonische Highlights der Stadt München, im nächtlichen Lichterglanz erleben (vgl. dazu BAU-PI Nr. 23)

Erneut wurden im Rahmen der BAU zahlreiche Preise verliehen, darunter der 1:1 Preis „Das erste Haus“ in Kooperation mit der „Bauwelt“, der WAN Product of the Year Award, der AIT-Innovationspreis, der BAKA-Preis für Produktinnovationen, der Preis „Auf IT gebaut – Bauberufe mit Zukunft“, der Baustoffmarkt-Oskar sowie der Bayerische Ingenieurpreis. Höhepunkt war sicher die Bekanntgabe der Gewinner der Archi-World-Academy, einem Wettbewerb, den die BAU gemeinsam mit dem Architekturportal Archi-World ausgeschrieben hatte. Die zwölf Gewinner, die aus über 1.400 Bewerbern aus aller Welt ausgewählt wurden, dürfen sich über halbjährige Praktika bei internationalen Top-Architekten freuen und zeigten sich begeistert Seite an Seite mit ihren künftigen Arbeitgebern.

Die nächste BAU findet vom 16. bis 21. Januar 2017 auf dem Gelände der Messe München statt.

Informationen zur BAU: www.bau-muenchen.com
Vgl. auch PI Nr. 24: Stimmen zur BAU


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Johannes Manger und Barbara Kals
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