Kontaktieren Sie uns!

Ihr Kontakt zu unserem Presseteam.
Messe München GmbH
Messegelände
81823 München
Tel.: +49 89 949-20720
Fax: +49 89 949-20719
E-Mail:

LASER World of PHOTONICS 2015 gibt umfassenden Überblick

6. November 2014

Optikfertigung immer wichtiger

München. Ob Brillengläser, Bad-Armaturen, Displays, Großflächen-LEDs, Linsen oder astronomische Spiegel: Vieles aus dem täglichen Gebrauch oder in der industriellen Fertigung wird mit Fertigungsmaschinen für Optiken hergestellt. Optische Komponenten und Strahlenquellen sind die Pfeiler, die den Markt für optische Technologien stützen. Einen umfassenden Überblick darüber erhalten Besucher der LASER World of PHOTONICS 2015 vom 22. bis 25 Juni 2015 auf dem Gelände der Messe München. Wichtiger Ausstellungsteil der Weltleitmesse ist der Bereich “Optik und Fertigungstechnik für Optiken“.

Zu den Innovationen der Photonik-Industrie tragen Optiken entscheidend bei. Denn dank ihnen werden auch dort neue Bereiche erschlossen, wo Strahlquellen an Grenzen stoßen. Die Leistungsfähigkeit photonischer Anwendungen hängt neben dem Laser als Lichtquelle von der Funktionalität der optischen Komponenten ab. Das eingesetzte (Laser-)Licht wird etwa mit Spiegeln oder Linsen geformt, sodass sich Präzision und Wirkung der Anwendung erhöhen. So erzielt man bei der Mikroelektronik- und Computer-Herstellung mehr Prozessorleistung, wenn man die Informationsdichte auf den Chips durch Formung der angewendeten Laserstrahlen mit Spiegeln erhöht.

Optikmaschinenhersteller geben der Photonik-Branche Schub

Auch die weit verbreiteten energiearmen LED-Leuchtmittel stützen sich auf Optik-Fertigungstechniken: In Hochleistungs-LEDs in neueren Straßenlaternen kommen sogenannte Freiform-Optiken zum Einsatz.

Matthias Pfaff, Geschäftsbereichsleiter Feinoptik und Messtechnik bei OptoTech Optikmaschinen GmbH, erläutert: “Freiformflächen werden genutzt, um kurzwellige Strahlen zu formen und daraus Abbildungen zu erstellen. Die Formung erfolgt nicht mehr durch eine Linse, sondern durch einen Spiegel.” Der technologische Fortschritt treibt die Entwicklung hin zu mehr Komplexität optischer Bauelemente. Enge Toleranzen, der Einsatz schwieriger Glassorten und sehr schwierige Geometrien sind beispielsweise bei der Herstellung von Computerchips zu berücksichtigen. Pfaff weiter: „Man bemüht sich, die Informationsdichte auf diesen immer mehr zu erhöhen. Und dies ist nur machbar, indem man die Optiken zur Projektion bei der Chipherstellung vergrößert oder die Wellenlängen der eingesetzten Laser verkürzt. Letzteres ist praktisch nicht mehr möglich, da es Grenzen beim Material gibt. Aber man kann die Strahlen mit verschiedenen Spiegeln formen, die als Freiformflächen gefertigt werden. Durch diese Strahlenformung ist letztlich mehr Leistung in den Computerchips möglich.” Sein Unternehmen bietet nach eigenen Angaben das weltweit größte Angebot von Maschinen und Verfahren für die Bearbeitung von Präzisionsoptik: zum Schleifen, Polieren und Zentrieren sowie für Mess- und Kittgeräte.

Auf der LASER World of PHOTONICS 2015 präsentieren mehr als 550 Unternehmen Verfahren und Mittel zur Fertigung von Optiken sowie Rohmaterialien, optische Fasern und Linsen. Application Panels in den Besucherforen veranschaulichen konkrete Anwendungen. Zu den Panels sind namhafte Referenten wie Dr. Edgar Willenborg vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT geladen, der über die Laserbearbeitung von Glas referiert.

Innovations-Enabler auf der LASER World of PHOTONICS 2015

Die Hersteller von Optikmaschinen gelten hierzulande als enorme Ideenschmieden und sind hochinnovativ. Sie spielen eine tragende Rolle bei der Entwicklung von neuen Funktionalitäten sowie bei der Steigerung der Leistungsfähigkeit der optischen Komponenten.

Der Brillen- und Präzisionsoptik-Maschinenhersteller SCHNEIDER GmbH und Co. KG wurde beim Deutschen Mittelstands-Summit 2014 als Top-Innovator geehrt. Der Vertriebsleiter Dr. Thomas Danger sieht aktuell in der Branche unterschiedliche Marktentwicklungen: „Besondere Beachtung finden gerade Themen wie eine höhere Produktivität aber auch die hohe Prozesssicherheit und Fertigungsgenauigkeit."

Gerd Stach ist Sales Manager bei der für ihre schwermetallfreie Brillenglasfertigung für den Bundespreis Ecodesign 2014 nominierten Satisloh GmbH. Er nennt die Herstellung asphärischer Linsen als wichtigen Trend: "Das sind Linsen mit Oberflächen, die leicht von der Kugel abweichen. Dahinter steht ein Herstellungsprozess, der sich komplett unterscheidet von dem der Herstellung sphärischer Linsen. Hierfür sind hochgenaue Maschinen nötig." Asphärische Linsen finden auch in der Augenoptik Anwendung. Gegenüber sphärischen, also gleichmäßig geformten Linsen, haben sie den Vorteil, dass sie keine Abbildungsfehler verursachen.

Die vielfach ausgezeichneten und für Preise nominierten Optikmaschinenhersteller finden sich auf der LASER World of PHOTONICS 2015 in München Seite an Seite mit führenden Innovatoren der gesamten Branche. Besucher treffen hier alle am Innovationsprozess von Photonik-Anwendungen und auch an neuen Märkten beteiligten Player an einem Ort.

Bilder zu dieser Presseinformation

  • Ein Bereich der LASER World Of PHOTONICS 2015 in München dreht sich ausschließlich um Optik und Fertigungstechnik für Optiken. Dort werden unter anderem Präszisionsoptik-Maschinen zum Schleifen (wie z. B. SCG 100, links) und zum Polieren (wie z. B. SCP 100, rechts) sphärischer und asphärischer Optiken zu sehen sein. Quelle: SCHNEIDER GmbH & Co. KG

  • Zwei Maschinen für die Bearbeitung sphärischer und asphärischer Oberflächen: Das Modell links (SLG 80) ermöglicht das Schleifen von Optiken mit bis zu 80 mm Durchmesser. Rechts zu sehen: ein Modell zum Polieren (SLP 80), ebenfalls für Optiken mit bis zu 80 mm Durchmesser. Quelle: SCHNEIDER GmbH & Co. KG

  • So sieht das Herzstück der Einrichtung für die Herstellung von Sphären, Asphären, Prismen und 3D-Optikbauteilen aus. Im sogenannten Arbeitsraum (der MCG 150 CNC) bearbeitet ein hochpräzises Schleifwerkzeug eine Optik. Quelle: OptoTech Optikmaschinen GmbH

  • Eine Schleifmaschine (SPM-140) für sphärische und asphärische Optiken mit bis zu 200 mm Durchmesser. Diese ist für das Bearbeiten spröder Materialien geeignet, wie zum Beispiel Glas, Keramik, Kristall und Saphir. Quelle: Satisloh