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2. Stammstrecke und Ausbau der Bahnstrecke im Münchner Osten gehören untrennbar zusammen

26. Oktober 2016

S-Bahn-Bündnis Ost lässt ein Gutachten über den Bahn-Engpass erstellen
Der Bund ist finanziell in der Pflicht
Der Abschnitt ist auch für den europaweiten Bahnverkehr wichtig

 

Das S-Bahn-Bündnis Ost begrüßt die Entscheidung, im nächsten Jahr mit dem Bau der zweiten Stammstrecke in München zu beginnen. „Die zweite Stammstrecke ist untrennbar mit dem Ausbau der Bahnstrecke zwischen München-Ost und Markt Schwaben verbunden“, so die Sprecher der Initiative: „Ohne diesen Ausbau wird ansonsten der Engpass in diesem Bereich weiter verschärft.“

 

Für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen München-Ost und Markt Schwaben ist auch der Bund finanziell gefordert. Schließlich ist diese Strecke nicht nur für die regionalen Bahn-Pendler wichtig. Sie ist auch ein bedeutsamer Abschnitt für den transeuropäischen Eisenbahnverkehr. Um die Verantwortung des Bundes zu belegen, stößt das S-Bahn-Bündnis Ost mit der Unterstützung der Obersten Baubehörde im Innenministerium ein Gutachten über diesen Bahn-Engpass an.

 

Beim jüngsten Treffen der Kerninitiative für das S-Bahn-Bündnis Ost war diese Forderung an den Bund das zentrale Thema. Zu der Initiative, die von der Messe München ins Leben gerufen wurde, gehören auch die Landräte für Ebersberg, Erding und München, die Bürgermeister aus Aschheim, Kirchheim bei München, Markt Schwaben und Poing, die Handwerkskammer sowie die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern an.

 

„Für den Schienenverkehr ist dieser Abschnitt weit über die Region hinaus sehr wichtig“, erklärt der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß. Er ist neben dem Kirchheimer Bürgermeister Maximilian Böltl und Messechef Klaus Dittrich einer der drei Sprecher des Bündnisses.

 

Die Fakten: Die Strecke zwischen München-Ost und Markt Schwaben wird 2030 zu durchschnittlich 110 Prozent ausgelastet sein. Das weist der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 aus. Damit ist die Strecke der einzige Abschnitt, dessen Auslastung sich durch die Infrastrukturmaßnahmen des BVWP 2030 nicht verbessert. „Der Ballungsraum München wächst“, erläutert Bürgermeister Maximilian Böltl. „Die Bevölkerungszahl steigt an und es siedeln sich immer mehr Betriebe in und um München an.“ Der Bahnverkehr im Großraum München stößt dadurch bereits jetzt an seine Kapazitätsgrenzen. Entsprechender Lärmschutz ist außerdem für eine steigende Bevölkerungsanzahl unumgänglich. Die Umsetzung solcher Lärmschutzmaßnahmen ist jedoch nur im Rahmen eines Ausbaus realistisch finanzierbar.

 

Wichtig für eine belastbare Infrastruktur ist auch ein eigener S-Bahnhalt an der Messe München. „Durch den Ausbau können zu den großen Messen und Kongressen der Verkehr auf der Straße und die überfüllten U-Bahnen entlastet werden“, erläutert Klaus Dittrich, Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe München. Schließlich zählt die Messe München rund zwei Millionen Besucher und mehr als 30.000 Aussteller im Jahr.

 

Für das S-Bahn-Bündnis Ost steht fest: Der Bund ist in der Pflicht, den Bahnabschnitt auszubauen und die Messe München perspektivisch an das S-Bahnnetz anzuschließen. Schließlich ist der Abschnitt auch für den Güterverkehr der transeuropäischen Magistrale Paris – München – Wien – Budapest bedeutsam. Deshalb strebt das Bündnis eine Finanzierung auch über Bundesmittel an. Dafür spielt das Gutachten eine besondere Rolle. Neben der Analyse des Engpasses wird es Entwicklungsperspektiven aufzeigen und notwendige Infrastrukturmaßnahmen benennen. Die Ergebnisse des Gutachtens legt das Bündnis dem Bund als Entscheidungsgrundlage vor.

 

Der Ausbau der Bahnstrecke zwischen dem Münchner Osten und Markt Schwaben ist aus mehreren Gründen überregional bedeutsam: Die Ausbaustrecke München – Mühldorf – Freilassing (ABS 38) hat für den Freistaat eine herausragende Bedeutung. Unter anderem, weil sie ein wesentlicher Bestandteil des Entwicklungskonzepts für den Bahnknoten München ist, das die Staatsregierung beschlossen hat. Außerdem ist eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur zwischen Riem und Markt Schwaben auch für eine nachhaltige Verbesserung des Angebots im Personennahverkehr bedeutsam. Nur damit kann der zunehmende Verkehr auf der Strecke zwischen München-Ost und Markt Schwaben einwandfrei abgewickelt werden, nachdem die zweite Stammstrecke in Betrieb genommen wird.

 

Die Bahnstrecke östlich von Markt Schwaben ist als Teilabschnitt der Ausbaustrecke (ABS 38) bereits Bestandteil des Bundesverkehrswegeplanes: Der Abschnitt von Riem bis Markt Schwaben noch nicht. Das Gutachten zur Situation des Schienenverkehrs im Münchner Osten kann dafür die Basis schaffen. Das Bündnis wird dabei auch vom Freistaat Bayern gestärkt: Er begrüßt das Engagement des S-Bahn-Bündnis Ost für den Ausbau der Schieneninfrastruktur und unterstützt das Gutachten.

 

Das S-Bahn-Bündnis Ost wird überparteilich von Politikern aus den betroffenen Stadt- und Gemeinderäten, von Abgeordneten aus den Kreistagen, aus dem Landtag und Bundestag unterstützt. Auch aus der Bevölkerung kommt starke Zustimmung für die Forderungen und das Engagement des Bündnisses. Vereine wie Green City e. V. und Unternehmen aus der Region positionieren sich als Bündnispartner und werben aktiv für das S-Bahn-Bündnis Ost.

 

Informationen über das S-Bahn-Bündnis Ost finden Sie auch im Internet unter www.sbahn-buendnis-ost.de und bei facebook www.facebook.com/sbahnbuendnis.ost/